Das ZLA auf der Agritechnica

Zukunftslabor Agrar

Zentrale Fragestellungen des Zukunftslabors Agrar (ZLA) umfassen Datenmanagement, -interpretation und -hoheit, Automatisierung und Autonomie in der Agrartechnik sowie Auswirkungen der Digitalisierung auf das Arbeitsumfeld, die Ausbildungsinhalte und die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Weiter wird der Beitrag der Digitalisierung für die Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Prozesse analysiert.

Das ZLA vernetzt seit 2019 akademische, außer-universitäre und industrielle Forschung mit Praxispartnern aus Land- und Ernährungswirtschaft. Das Ziel ist es, die Digitalisierung der Landwirtschaft in Niedersachsen voranzutreiben.

Das Exponat

Prototypisches, variables Einzelkornsäaggregat hinsichtlich Breite und Abstand der Saatkörner & ein Modell zur Darstellung des Spot Farming-Prinzips.

Die vielfältigen Herausforderungen der Landwirtschaft erfordern neue Lösungsansätze. Eine Möglichkeit dazu stellt das Spot Farming dar, das versucht, die Heterogenität auf dem Acker hinsichtlich unterschiedlicher Parameter wie Bodeneigenschaften, Energieangebot (Sonneneinstrahlung) und Erosionspotential zu berücksichtigen. Damit gehen auch Überlegungen eines Wechsels von der klassischen Drillsaat hin zu bspw. der Saat im Dreiecksverband einher. Zur Umsetzung und Erprobung solcher neuen Sämuster ist ein Einzelkornsäaggregat für unterschiedliche Fruchtarten unerlässlich. Das ausgestellte Aggregat stellt insofern eine prototypische Neuigkeit dar, da mit diesem für jeden einzelnen Säschar der Abstand zu den anderen Säscharen individuell eingestellt werden kann. Darüber hinaus ist es möglich, dass der Ablegeabstand der einzelnen Körner für jeden Säschar ebenfalls individuell einstellbar ist. In der Folge sind viele unterschiedliche Sämuster möglich. Das wiederum kann z.B. im Vergleich zur Drillsaat die Aufwandmenge reduzieren und die Nährstoffverfügbarkeit pro Korn verbessern.

 

Das Einzelkornsäaggregat wurde im Rahmen von mehreren Projekten, u.a. in Teilprojekt 2 ‘Praxisorientierte Autonomisierung landwirtschaftlicher Prozesse’ im ZLA-Verbund, in Kooperation der TU Braunschweig und dem Julius Kühn-Institut entwickelt und aufgebaut. Das Gleiche gilt für das Konzept des Spot Farmings (hier als Verbund zwischen Thünen-Institut, Julius Kühn-Institut und der TU Braunschweig), welches im Rahmen des ZLAs mit Hilfe einer Simulationsumgebung weiter untersucht wird.

Digitale Landwirtschaft

Sport Farming

Spot Farming – Ein Fitnessprogramm für Kulturpflanzen und Umwelt.

In diesem Beitrag berichtet Johanna Schröder (geb. Schröder) (Julius Kühn-Institut, Institut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz) aus dem Zukunftslabor Agrar über einen neuen Ansatz im Pflanzenbau, der zu mehr Nachhaltigkeit und Biodiversität führen wird. Die Wissenschaftlerin erzählt über ihren Weg in die Landwirtschaft, mit der sie bis zu ihrem Job am Julius Kühn-Institut noch keine Berührungspunkte hatte. Außerdem erklärt sie, inwiefern Daten das Wohl von Pflanzen beeinflussen können, und was Digitalisierung mit Blühstreifen, Hecken und bunteren Landschaften zu tun hat. Mehr dazu in  des ZDIN-Podcast „Wissen schafft Innovation“. 

Veröffentlichungen zum Thema Spot Farming (Download)

Mit Spot Farming zur nachhaltigen Intensivierung in der Pflanzenproduktion 

Spot Farming – ein digitaler Lösungsansatz für eine kleinskalige und nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft 

Cookie Consent mit Real Cookie Banner